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Inzest Koeffizient - Erkenntnistheorie

Das menschliche System hat im Laufe der Evolution gelernt, den Chemiecocktail für Verliebtheit so zu mixen, dass Inzest-Folgen weitgehend vermieden werden, also sozusagen automatisch verlieben sich enge Blutsverwandte in der Regel nicht ineinander.

Die Erforschung der Genetik zeigt, dass, wenn Inzest an der Tagesordnung wäre, sich a) die genetische Vielfalt verringern, b) ganze Blutlinien verschwinden und c) Gene für immer verloren gehen würden. Ich nehme eine Naturkonstante an, die innerhalb der Existenz eines intelligent-kreativen - und zu konstruktiv angelegten Schlussfolgerungen fähigen - Systems am wirken ist.

Zu den Beispielen jenes natürlichen Systems gehört neben vielen weiteren das natürlich vorhandene Tabu, einen anderen Menschen gerade mal so zu töten. Lediglich sobald durch eine Störung jene natürlichen Skrupel beseitigt sind oder infolge von heftigstem oder dauerhaftem Angriff auf Leib, Leben und Würde die Tötung eines Menschen erfolgt, schlussfolgerte speziell dieses menschliche System oder dessen Hirnphysiologie-Abteilung aktualisiert neu und anstelle des natürlichen Tabus zu töten, trat die auf evtl. Selbstschutz basierende Unfähigkeit, jenes Tabu als solches noch empfinden zu können.

Auch ist es, um nur mal bei der Spezies Mensch zu bleiben, ein natürliches Tabu, Exkremente zu essen oder Tiere mit Lust zu quälen. Solche Abartigkeiten kommen lediglich infolge von Störungen vor, doch werden von gesunden Menschen als ein ihnen innewohnendes natürliches Tabu empfunden, ebenso wie das bereitwillige Anfassen oder Einverleiben oder Einatmen von Ekel erregenden Dingen.

Es gibt somit nicht nur von Menschen kulturell-basiert geschaffene Tabus, sondern die Natur selbst hat viele in die Systeme automatisch implizierte Tabus aufzubieten.
So ist es z. B. ein weiteres Tabu, dass sich ein Hund freiwillig, also mit entsprechender Neigung oder Begierde mit einer Katze zu paaren versucht, ein Prinzip oder Tabu, das sich natürlich auf alle Arten übertragen lässt.

Es ist ferner z. B. ein Tabu für Zugvögel, die regelmäßig gegen Süden und später wieder zurück fliegen, aus der Reihe zu tanzen oder selbst zu "entscheiden", ob sie mitfliegen möchten oder nicht. Dies würde das Aussterben ihrer Art zufolge haben, weil alle Kreisläufe auf höchstmöglich intelligente Weise über- und untergeordnet miteinander in Zusammenhang gebracht wurden, eben von der Natur selbst, die stets aktuell am Lernen, im Sinne von Schlussfolgern und somit am Neu-Aufrechnen - sämtlicher für sie verarbeitungsfähiger Informationen - ist, was und welche Schritte sich jeweils auf lange Sicht hin rechnen und welche nicht.

Inzest, von Mutter Natur etwa nicht als Tabu innerhalb des Systems zu implizieren, würde ebenfalls die Arten auf zumindest lange Sicht hin aussterben lassen. Somit ist wohl unter nahen Blutsverwandten, was die chemischen und elektromagnetischen Reaktionen-Fähigkeiten in unserer Körper-Chemie und -Physik anbelangt, sexuell-ausgerichtet, ein grundsätzlich eher abstoßendes Moment integriert, was sich bereits in der Hierarchie der Hormon-ausschüttenden Instanzen, nämlich im limbischen System sowie auch schon der Amygdala bzw. in den entsprechend peripheren Abschnitten, als etwas erweist, das vor echten Gefahren für die eigene Art eindeutig warnt. Ferner dürfte bereits an erster Schaltstelle jene Notwendigkeit der passenden Informationenverarbeitung impliziert sein, dass in dem Fall, wo sich enge Blutsverwandte am Näherkommen sind, der typische Verliebtheits-Cocktail nicht gemixt werden darf,  was sich z. B. in der chemischen Zusammensetzung der
Pheromone bemerkbar machen kann, also hätten wir es bereits mit einem Körpersystemeigenes Tabu zu tun.

Selbstverständlich folgt dieser Fährte einer innerhalb des menschlichen Systems natürlich angelegten Vernunft auch der Mensch innerhalb der Gesellschaft und seinen geschaffenen Regelungen zum Umgang und Miteinander untereinander.

Inwieweit dieses Umsetzen von vernünftigen Regelungen jeweils beim Versuch bleibt oder gelingt, hängt weitgehend ab von den Absichten einer Regierung einerseits und von dem Einfluss engagierter Menschen andererseits, die so objektiv wie möglich, ohne sich Verschwörungstheorien ungeprüft zunutze zu machen, bezüglich des "eigentlichen" Widersinns von vielen Tabus, die breite Masse aufzuklären suchen.

Soviel zu der von einigen Menschen hier und da gestellten Frage, weshalb überhaupt der Geschlechtsverkehr unter nahen Verwandten ein Tabu ist; man könnte ja einfach aufpassen, dass keine Kinder daraus hervor gehen, aber es sei doch nichts dagegen einzuwenden, dass man sich körperlich liebt.

Hier empfinden die meisten, so wie auch ich, ein wie ich meine, natürlich im Menschen angelegtes Gefühl der Abstoßung. Eines, das jedoch nicht lediglich und möglicherweise anerzogen wurde, sondern aufgrund von oben Beschriebenem grundsätzlich wie auch das Ekelgefühl vorhanden ist.

Fazit: Viele Tabus innerhalb einer Kultur oder Gesellschaftsform entsprechen somit jenen von der Natur selbst angelegten Tabus.

Wiederum und leider viele weitere Tabus sind jedoch aus z. B. Macht-orientierten oder volkswirtschaftlich und gesellschaftspolitisch orientierten Gründen von vorwiegend Regierenden geschaffen worden, um. Man denke an die üble Zeit, in der es überall ein absolutes Tabu war, sich mit schwarzhäutigen Menschen auf Augenhöhe zu unterhalten oder mit ihnen normalen Kontakt zu pflegen, weil es dem Volk damals von oben eingetrichtert wurde, es handle sich bei diesen Menschen um Sklaven, die man menschenunwürdig behandeln dürfe. Ähnliche Beispiele von - vom Menschen geschaffenen - teils übelsten Tabus, liefert uns die Geschichte zu Hauff.

Der nachfolgend anzuklickende Artikel, zusammen mit einer zuvor an mich gestellten und eher technisch zu beantwortenden Anregungs-Frage eines Freundes: "Weshalb eigentlich Sex unter nahen Verwandten als Tabu gilt?, hat mich zum Schreiben obiger Zeilen, sozusagen erkenntnistheoretisch inspiriert. Wen es näher interessiert, den Artikel habe ich gefunden unter: http://www.perro-club.de/IK.html
Inzestkoeffizient und Ahnenverlustkoeffizient (Überschrift)


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