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Volkswirtschaftlicher Schaden infolge kollektiv bewusster Feedback-Vermeidung

Volkswirtschaftlicher  Schaden infolge kollektiv (gepflegter) bewusster Feedback-Vermeidung


Hindurch II

Bildtitel: Hindurch II

Das Buch "Keine Angst vor Aggressionen" beantwortet diese Frage, ob man von einem sogenannten Anerkennungsverweigerer bewusst zurück gehaltene Anerkennung oder Wertschätzung einfordern sollte, mit einem unbedingten "ja".


Hier veröffentliche anonymisiert ein Brief von mir an einen Freund diente mir hier als das Mittel der Wahl, diese Seite zu gestalten.

 

Es geht um die Eigenschaften: Wertschätzung, Dankbarkeit und Anerkennung, die nach meiner Überzeugung insofern sie bewusst zurück gehalten werden, konkret einzufordern sind grade genau so wie man eine Mahnung schreibt wegen eines Geldbetrags, der einem rechtlich zusteht.

Das moralische Recht kennt sich nicht weniger mit Fragen aus, die sich damit befassen, was meinem Mitmenschen, wann wo weshalb wie und warum zusteht. Sowohl meinem Mitmenschen als auch mir selbst, da ich wiederum ja selbst aus der Sicht der Anderen zu gegebener Zeit genau so jener Mitmensch bin bzw. sein mag. 


Brief:
(Den Namen habe ich verändert.)


(Briefzitatanfang)
Hallo Klaus,


du wirkst auf mich unwahrscheinlich klar, wach und aufmerksam in der Auffassungsgabe und triffst im Gespräch oder beim Zuhören nahezu immer den Punkt, um den es geht. Darüber hinaus hast du oft noch eine schlagfertige Assoziation zu einer erweiterten Sichtweise sehr oft parat. Zum Schmunzeln oder zum Anregen drüber nachzudenken.


Dennoch gibt es wahrscheinlich diese oder jene andere Seite auch in dir, eine Seite, die jeder von uns hat, wo es mehr oder weniger noch an Durchblick, sei es eigenem oder Durchblick durch Außenstehende - bedarf. Mehr oder wenig an Korrektur und Auflösung von Irrtum. (Das Wesen des Irrtum ist ja grade, dass man sich dessen nicht bewusst sein kann, sonst wäre es ja kein Irrtum.)


Doch dorthin kommt man, so sagt man, lange nicht von selbst, denn es ist zwar mit Unbequemlichkeit verbunden und mit einem jeweiligen Sprung ins kalte Wasser.

Doch erst, nachdem der Druck groß genug geworden ist, sagt man weiter, öffnet sich eine neue Blickart in Richtung dieser bisher (aus gutem Grund) vernachlässigten Seite in einem. Einer Seite, die Projektion und Irrtum zulässt oder zuließ, zum Selbstschutz nämlich, um sein bisheriges Denk- und Fühlgebäude erst mal in Ruhe erstarken zu lassen.


So gesehen ist es völlig ok, wenn man sich daher eine Zeit - zig Jahre sind ok -, gönnt, in der man den unbewusst wirkenden Teil, diese andere Seite, in sich ruhen lässt.

 


Der Druck jedoch, der aufgrund von vorerst notwendiger Vernachlässigung endlich groß genug geworden ist, und dies bei jedem Menschen auf individuelle Art, eröffnet eine neue Chance zur nächsten Generationsstufe von Korrekturen, ein neues "Fass oder Auffanggerät" aufzustellen, bevor das alte droht überlaufen zu wollen.


Man könnte das in der Seele Druck Verusachende auch mit einem Eisberg auf hoher See vergleichen, der sich (im Anfang) nur durch die Spitze leicht bemerkbar macht.

Ich habe, glaube ich, Deine "Spitze", erkannt, und ich glaube leise den Widerspruch zwischen meiner Empfindung und dem zu spüren, was du auf überzeugend lockere Weise sagst oder herzlich gut gemeint beteuerst.


Ich habe aber auch ein paar mal gehört, wie du deiner Beteuerung, dass alles harmlos ist, dieses hinterher geschickt hast: Dass ich mir wirklich keine Sorgen zu machen bräuchte. Dies lässt mich dann besonders aufhorchen.

 

 

 

Bei deinem aufrichtigen Engagement, Deiner Loyalität und wahrscheinlich Deiner Liebe zu deiner Frau passt es, so glaube ich, nicht zu dir, Dankbarkeit von ihr zu erwarten. Erwarten wollen würdest du - von deiner Grundnatur her - so etwas wie Dankbarkeit schon mal gar nicht. Denn, so habe ich es bis jetzt heraus gehört, ist es deine aufrichtige gefühlte Devise, selbstverständlich, dem (Ehe)Partner in Not und in Krankheit zu helfen, eine Einstellung die sehr sehr und nochmal sehr lobenswert ist, finde ich.


Doch Klaus, nur du selbst(!) und der Himmel... darf diese Aufopferungsbereitschaft von dir als eine Selbstverständlichkeit betrachten. Niemals aber darf dies, so bin ich überzeugt, jene pflegebedürftige Person, der man oder der du hilfst. Es ist nicht ihr Part, diese hilfsbereite Einstellung vondir als selbstverständlich zu nennen oder es so zu empfinden.


Sobald eine Person, die aufgrund von Krankheit oder Hilfsbedürftigkeit ja außerordentlich viel Energie von einer anderen gesunden wohlwollenden oder gütigen Person abzieht, und diese Energie auf sich lenkt, und dann noch diese Fürsorge als Selbstverständlichkeit betrachtet, begeht sie, wie ich weiterhin überzeugt bin, eindeutig eine moralische Menschenrechtsverletzung.


Stochert in der Würde des helfenden Partners, demütigt ihn und sobald zu dem noch forderndes oder nörgelndes Verhalten hinzu kommt, schlägt dies dem Fass den Boden aus. Bei z. B. Hormonunregelmäßigkeiten in Verbindung jedoch mit einem sonst fairen Charakter, folgt in dem Fall von der Pflegebedürftigen eine Entschuldigung oder eine wieder gut machen wollende Geste dem Partner gegenüber auf den Fuß. Und dies würde von Charaktergröße oder zumindest von Herzlichkeit zeugen, weil eine Entschuldigung von der pflegebedürftigen Person den Anderen, also den Pflegenden - oder insofern es zutrifft, meine ich natürlcih dich, Klaus -, wieder aufbaut und als Mensch ehrt.


Wenn eine pflege- oder hilfebedürftige Person aber, die weder das Wort Entschuldigung kennt, noch alsmal Einsichten formulliert, darüber hinaus nicht einmal von Zeit zu Zeit ein herzliches Dankeschön oder Worte aufrichtiger Wertschätzung für den Helfer über die Lippen bringt, weil es nicht in ihrem Herzen aufkommt, sondern dort fast nur fordernde Einstellung herrscht, ...bedeutet dies, wenn es über einen längeren Zeitraum geschieht erst recht, einen überaus kränkenden Missbrauch an seinem Partner oder wenn es zutrifft, an dir zu pflegen.


Eine hilfsbedürftige Person mit solch undankbarer Einstellung verdinglicht ihren helfenden Partner, das heißt, richtet nicht ihren Focus auf die Menschlichkeit von ihm (von dir?), nicht auf sein Recht als Individium. Relativiert nicht, dass der Helfer oder falls es zutrifft, du(?) sich aufopfert und eigentlich ja wohlwollend, aber trotzdem, über Gebühr Zeit in die Pflege steckt, ohne eigentlich etwas dafür erwarten zu

w o l l e n   , aber...


Seine (oder deine?) loyale Natur verbietet ihm ja, Dank oder Wertschätzung für sein mitmenschliches Engagement zu erwarten. Und hier setzt das Übel mitunter ein und an: Unfähig oder aus einem gewissen Edelmut heraus, gerne unfähig, Dankbarkeit oder Wertschätzung in gebührender Portion zu erwarten lässt den seelischen Schmerz sowie die Demütigung und den Missbrauch an dem Punkt aktiv werden, nämlich, wo folgende zwei Gegebenheiten zusammen treffen:


Gegebenheit a) auf der Seite des Helfers keine Dankbarkeit erwarten können bzw. wollen, weil einem dies die eigene Ehre nicht gestatttet, und auf der anderen Seite die Gegebenheit b) auf der Seite der pflegebedürftigen Person: die gebührende herzliche Wertschätzung und Dankbarkeit vielleicht sogar bewusst zurück zu behalten.


Diese auf der einen Seite gesunde Einstellung vom Helfer (von Dir?) multipliziert mit der neurotischen Einstellung der Pflegebedürftigen bringt unweigerlich Schmerz oder Frust in der Seele hervor, Demütigung und Kränkung oder zumindest berechtigte Unzufriedenheit auf der Seite des Helfers.


Bewusst dem Anderen gegenüber, dem Pfleger das ihm aufgrund seiner Mitmenschlichkeit gebührende Feedback zurück halten, es ihm zu verweigern, ihn in Abhängigkeit zu bringen versuchen, dies wird in einem Buch... als neurotisches Verrückmacherverhalten beschrieben. Mit folgendem Instrumentarium soll das "Opfer" verrückt im Sinne von fast verzweifelt oder abhängig gemacht oder gehalten werden:


Durch das kontinuierliche bewusste Zurückhalten von Anerkennung, die eigentlich angebracht wäre, und von den meisten Menschen in der gleichen Situation auch käme, wird in gleichem Maße, wie die Anerkennung verweigert wird, ein an Intensität ähnliches Maß an aufkommendem (Mangel-Ausgleichs)Bedürfnis nach Bestätigung "angezüchtet", eine Notwehrreaktion sozusagen, die einem aber selbst gegen den Strich geht.


Und dies, damit der Helfer (in dem Beispiel) sich sogar noch für sein Bedürfnis nach Bestätigung, Dankbarkeit und Wertschätzungsbekundung immer mehr schlecht vorkommen soll, während sein Sehnen oder sein Brauchen ihm selbst unfreiwillig spürbar zu werden beginnt. Woraus eine Art Schuldgefühl erwachsen kann, weil man sich doch schließlich schlecht oder blöd vorkommt, wenn man auf Bestätigung für etwas aus ist, was doch eigentlich als Mensch gesehen selbstverständlich ist, dass man es aus natürlicher Hilfsbereitsschaft heraus tut, ohne dafür Dank zu erwarten.


Doch diese Gleichung trifft in dieser oben formulierten Annahme, sei sie auf euch passend oder nicht -, ja nicht zu, da die Pflegebedürftige abnormale fast grausame sozial inkompetente Regeln aufstellt und den Pflegenden quasi dazu zwingt, sich an sie, an jene contraproduktiven Regeln zu halten.

Die pflegebedürftige Person erzeugt nämlich durch Gewohnheits-Geiz und -Zurückhalten von ab und zu guten auferbauenden aufrichtig geäußerten Worten der Wertschätzung, Anerkennung und der Achtung gegenüber dem Pflegenden einen Mangelzustand in dessen Seele, der nicht auftreten würde, wenn der selbe Pfleger (du?) sich genauso verhalten würde, gegenüber halt einer anderen pflegebedürftigen Person, einer Person mit jedoch natürlicher Wertschätzung und aufrichtiger Dankbarkeit für die Pflege, die diese Dankbarkeit auch so wie es jeweils aufkommt, freizügig ihm (dir)) gegenüber formuliert.


Was dem Pfleger seine Würde in einem gesunden ausgeglichenen und zufriedenen Herzens- und Gemütszustand bleiben lässt.


Doch im Fall von - von der Pflegebedürftigen - zurück gehaltenen Feedbacks durch Formulierungen der Anerkennung, der Wertschätzung, des Danks und der Achtung wird der Pfleger fast genötigt, gegen seinen eigenen Willen sich etwas Bestimmtes anzugewöhnen, dieses zu spüren oder spüren zu müssen, weil der durch die Pflegebedürftige ferngesteuert gezüchtete Mangel nagt: Nämlich der Pfleger spürt mituner logischerweise als Folge - entgegengesetzt zu seiner eigentlichen Natur dieses ihm selbst unangenehme Bedürfnis nach Bestätigung für sein liebevolles Helfen stärker werden. Doch er mag es gleichzeitig nicht, an sich selbst, dieses Bedürfnis nach Dankbarkeitsbekundung der pflegebedürftigen Person zu spüren, weil, wie er denkt, sich so was nicht gehört.


Damit hätte er im Grunde ja auch Recht, doch nicht im vorliegenden Fall. Diese Gleichung gilt nur bei solchen pflegebedürftigen Menschen, die ihre Wertschätzung auch, so wie sie im Herzen jeweils aufkommt, ebenfalls im Herzen des Pflegers ankommend formulieren können und wollen.


Bei Menschen jedoch, die solche guten Worte nicht formulieren und ihre Pflege durch den Partner als eine Selbstverständlichkeit empfinden und darüber hinaus auch noch Forderungen stellend ihn demütigen oder sehr oft nörgeln, treiben argen Missbrauch mit dem sie pflegenden Partner. Sie nutzen seine natürliche Hilfsbereitschaft über Gebühr aus, weil sie ihm so gut wie nichts, nicht einmal ein gutes Wort und somit auferbauende Energie zurück geben oder zurück zu geben bereit sind.


Dort sollte man unbedingt entweder, so empfiehlt das Buch "Keine Angst vor Aggressionen" dem Anerkennungsverweigerer, (auch Verrücktmachertyp genannt) geradewegs ins Gesicht sagen, dass einem aufgefallen ist, dass der Pflegebedürftige nie oder so gut wie nie Worte der Wertschätzung formuliert in Situationen, wo Andere dies jedoch tun würden.


Und dass dieses Zurückhalten nicht gut für sein Grundgefühl ist und dass er angebrachte Formulierungen daher sogar ab jetzt einfordert. Dass er wie jeder andere Mensch auch, Wertschätzung braucht und hören muss, um innerlich ausgeglichen bleiben zu können. Dass er diese Aussprache nicht nötig gehabt hätte, wenn diese offensichtliche Störung, bzw. Unfähigkeit, Wertschätzung zu formulieren bei der Pflegebedürftigen Person nicht so lange oder bis jetzt bestanden hätte.


Anderfalls sollte man, so heißt es weiter, sich es nicht länger antun, mit einem Anerkennungsverweigerer unter unveränderten Bedingungen unter einem Dach zu bleiben und das Weite suchen. In diesem Absatz ging es jedoch um einen männlichen Vertreter des Verrücktmachertyps, der zudem nicht krank oder pflegebedürftig war.


Aus meiner Sicht: Bei Euch kann es so sein, ich weiß es als Außenstehende nicht, dass deine Frau sogar tiefe Wertschätzung für dich und deine Fürsorge empfindet und es auch von Zeit zu Zeit dir zeigt und es dich spüren lässt. Oder es kann sein, dass es umgekehrt ist, bzw. so wie oben beschrieben.


Im ersten Fall gratuliere ich Euch beiden, Euch einander zu haben und zu lieben. Im anderen Fall ermuntere ich dich, dir zu liebe, mit der Faust in deiner wohlwollenden Art mit neulich erwähntem gesundem Egoismus auf den Tisch zu klopfen, was auch deiner Frau zugute kommen kann.

Das kann Wunder wirken, und sich das bisherige Verhalten deiner Frau wie als dumme alte Gewohnheit auflösen lassen (durch simple Synapsenüberschreibung) und umkehren in eine Atmosphäre der gegenseitigen Achtung und herzlichen Liebe.


Aber Eines lasse bitte nicht zu: Dass ihr beide vielleicht euch selbst unbewusst, ein eher ungesund egoistisches Verhalten deiner Frau hinter der Krankheit versteckt haltet.

Mit einer offenen Aussprache und der Ausformulierung der und deiner wirklichen Gefühle und Unzufriedenheiten, ohne Vorwurfscharakter in der Stimme, können sich sogar egoistische undankbare Züge ins angenehme Gegenteil umwandeln.


Erster Schritt hierfür ist immer, - am Besten im Beisein von einer dritten neutralen Person mit am Besten entsprechender Ausbildung -, dem Gegenüber genau zu formulieren, wie man sich fühlt, ohne Vorwurf darin!! So dass dem Anderen es möglich wird, sich wirklich mal ganz in ihn hinein zu versetzen. Da beginnt die Motivation, sich selbst auf den Anderen hin in neuer liebevoller Weise zu bewegen.


Dies auf beiden Seiten.

(Briefzitatende)

 

Beispiel wie ein Mangel-Ausgleichs-Bedürfnis entsteht und sogar als vollkommen normal betrachtet werden kann:

Die Fußballspieler auf dem Feld sind es gewohnt, bei jeweiliger guter Leistung, Applaus aus dem Publikum zu erhalten, was sie motiviert und zu weiterer guter Leistung anspornt...soweit klar, doch

innerhalb eines Tests (was bei Verrückmachermethoden ausgelöst werden kann) wird bewusst der jeweilige Applaus zurück gehalten.

Natürlicher Weise reagieren die Spieler irritiert. Und was ist die Folge? Sie beginnen, ohne dies eigentlich zu wollen, sich danach zu sehnen, ihren gewohnten Applaus zu bekommen. Bleibt er weiterhin aus, treten weitere Irritationen in ihrem Seelenleben auf, so wie auch Verunsicherung.

Und das, was sie bisher nie gekannt haben in sich, beginnt zu wirken: Sie spüren plötzlich das Bedürfnis nach Applaus, finden dieses Bedürfnis nach Bestätigung (Applaus) aber selbst peinlich. Doch hierzu wurden sie in diesem Test gezielt und für kurze Dauer genötigt, was sofort danach aufgeklärt wird und alle wieder durchatmen lässt.


So wäre es normal, wenn die Spieler dann symbolisch sich ans Publikum wenden würden und sogar das allgemein übliche Puiblikumsverhalten einfordern würden: Dass diese wieder wie gewohnt an üblicher Stelle applaudieren. Damit die gewohnte dadurch ausgelöste Motivation aufrecht erhalten bleibt.


So gesehen ist das allgemein menschliche Verhalten so, dass eine gepflegte Person Wertschätzung (Applaus) bekundet für den sie pflegenden Menschen. Dies von Zeit zu Zeit gerne formuliert bzw. immer dann, wenn ihr danach zumute ist, wenn sie sich über die Hilfe freut und entsprechende Rührung aufkommen spürt.


Beim Ausbleiben oder Zurückhalten von angemessenen Wertschätzungsbekundungen ist es normal, wenn sich zumindest Unzufriedenheit oder sogar starke Verunsicherung, Enttäuschung oder Traurigkeit bis hin zu zeitweiligen Gefühlen von Sinnlosigkeit einstellen oder der Lebensmut manchmal eine andere sinkende Qualität anzunehmen scheint.


Aber solange der Pfleger selbst - in Unkenntnis - dieses tatsächlichen Missbrauchs jenes Ausnutzungsverhalten duldet, schadet er sich selbst. Der Pflegende, der ein reales Opfer ist, wird oder innoviert durch das Erdulden zum "Täter" gegen sich selbst. Solidarisiert sich quasi unbewusst mit der Pflegebedürftigen und unterstützt sogar unbewusst deren bisheriges Verhalten als eines, das es angeblich also nicht zu ändern oder zu korrigieren gilt.

Dies solange er dem aufkommenden Druck in sich nicht nachgeht und nicht den Mund auf macht und symbolisch oder tatsächlich laut sagt: "Nein!" und Schluss, nicht mehr auf die bisherige Weise! Bis hier her ist es jetzt aber endgültig genug...ich brauche dies und dies elementar wichtig von dir, dass du mich als Mensch siehst und behandelst so wie es üblich ist und auferbauend untereinander!"

Bleibt ein solch den anderen menschen würdigendes Verhalten bereits von Kindheit an außen vor, so befindet sich der einmal erwachsen gewordene Mensch in der für ihn selbst schmerzenden Situation, Ausgleich für die Seele schaffen zu müssen. Er wird sich vorwiegend geizig verhalten und diesen Geiz als normal durch andere bestätigt empfinden.

Wo Geiz in einer Gesellschaft vorherrscht, entsteht die Vakuum-Einstellung. Saugen und nehmen ist das Motto.

Wo Großzügigkeit herrscht, entsteht die expandierende konstruktiv sich gegenseitig bereichernde Gesellschaft. Denn wo quasi bildhaft jeder Gebender ist, so ist Jeder gleichzeitig Empfangender dessen, was andere austeilen.

Wo jeder umgekehrt bildhaft sich vorstellend Nehmer und Aussager ist, dort erlebt sich ein Jeder quasi als von den Anderen ausgebeutet, benutzt und übervorteilt.
Weil der Andere gleichzeitig man selbst ist, aus der Sicht des Anderen und umgekehrt.  

Erfreulicherweise ist dieser destruktiv wirkende Geist in unserer deutschen Gesellschaft am Ausklingen, zumindest gemäß meiner Einschätzung. Andere Länder und Kulturen haben es uns vorgemacht, wie es funktioniert, seinen Mitmenschen und Partnern auf Augenhöhe zu begegnen.

Die Sache mit der Augenhöhen-Kompetenz gehört dann nur noch in die privat-germansiche Höhle hinein, wo am besten jedes Kind innerhalb der Familie in den Genuss kommen mag, zu spüren, dass die Eltern oder Erzieher ihm gönnen, seine Individualität zu entwickeln.

Diese Kinder spüren allein schon durch den Blick der Mutter oder die Stimme des Vaters zum Beispiel die im Herzen der Erzieher(innen wirkende und wohnhaft gewordene Frage: Kind, wer bist du eigentlich im Grunde deines Herzens? (Tatsächlich und aus meiner Sicht, wenn ich meine festgefahrene Projektionstendenz zum Müll bringe) oder: Was, mein Kind, kann ich von dir lernen, denn dass du weiter bist auf der Stufe der DNA-evolutionären Entwicklung ist bereits dadurch bewiesen, dass du nach mir geboren wurdest.

Jenen sich später dann zum Nutzen für die gesamte Volkswirtschaft gepflegten Respekt vor dem Kollektiv Kind wünsche ich unserer gesamten deutschen Gesellschaft.

Denn wo die jetzt noch Kleinen die Möglichkeit erhalten, ihre Individualität im Lichte der neidlosen Eltern und somit mit natürlicher Anerkennung und Lob gesegnet, ausbauen können, bedeutet dies als Ergebnis nichts Geringeres als "Brillanz pur" für die deutsche Volkswirtschaft.

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