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Sind Bakterien des Mikrobioms zuständig für unsere Intuition?


Die Aussagen und Begriffe wie: "aus dem Bauch heraus" oder: "mein Bauchgefühl sagt mir...", wie auch: "das Bauchhirn" dürften mittlerweile jedem geläufig sein. Man verbindet damit auch das, was man Intuiton nennt. Erst vor relativ kurzer Zeit hat die Wissenchaft heraus gefunden, dass unser Mikrobiom viele nützliche und wertvolle Aufgaben für unseren Organismus erledigen und diese kleinen Heerscharen von guten Bakterien (100 bis 200 Billionen an der Zahl) sogar mit unserer Stimmung und das Mikrobiom wahrscheinlich sogar mit unserem individuellen Charakter in engen Zusammenhang gebracht werden kann. Interessante Forschungs-Projekte, begonnen unter dem Namen "human mikrobiom Projekt, sind dabei, immer mehr an selbst für Wissenschaftler Erstaunlichem heraus zu finden, siehe u.a. Neuromikrobiotik: Die Darm-Hirn-Achse.

Vorliegend mit Teil 1 und Teil 2 handelte es sich ursprünglich um einen Kommentar-Beitrag, den ich in einem Blog geschrieben habe. Ich habe darin wie beim Brainstorming viele möglich richtige und nützliche Links zusammen getragen. Diesen Inhalt möchte ich hier übernehmen und gleichzeitig eine wissenschaftlich interdisziplinäre Zusammenführung wagen von Argumenten, die die Kernaussage meiner vor Jahren entstandenen Hypothese möglicherweise über die hier verwendeten Links, die zu wissenschaftlich bestätigten Erkenntnissen führen, als zumindest potentiell bestätigt erscheinen lassen.

"Bakterien kommunizieren wie Neuronen

Credit: Thinkstock
Von wegen einfach gestrickte Organismen: Bakterien pflegen komplexe soziale Beziehungen und kommunizieren aktiv miteinander. Dabei nutzen sie offenbar ähnliche Mechanismen wie die Nervenzellen im menschlichen Gehirn, wie Forscher nun zeigen. Sie interagieren über durch Ionenkanäle vermittelte elektrische Signale. Diese Analogie ist nicht nur erstaunlich – sie bietet womöglich auch Ansatzpunkte für die Entwicklung neuer Medikamente im Kampf gegen antibiotikaresistente Bakterien." Quelle: http://www.wissenschaft.de/leben-umwelt/biologie/-/journal_content/56/12054/8451313/Bakterien-kommunizieren-wie-Neuronen/


Dieses Zitat mit einer wie ich finde, hoch interessanten Aussage möchte ich meinen Ausführungen voran stellen. Bei dem Thema, durch welches ich mich angezogen fühlte, ging es auch um das Mikrobiom in Verbindung mit der miRNA. *1

Ich wies den Autor auf ein eBook von mir hin, in welchem ich meine Hypothese vorstelle und beschreibe hinsichtlich der Kommunikation zwischen Mikrobiom und RNS(-Interferenz) sowie hinsichtlich eines möglichen Abspeicherns von "den Wirt(Mensch)-betreffenden Informationen", Zweck-gebunden abgespeichert durch die Bakterien des Mikrobioms selbst; und bat ihn ausdrücklich um Gegenargumente, die er für angebracht halten könnte, die ich dann noch einmal inhaltlich beleuchten wollte.

Diese formulierte er mir gegenüber dann auch freundlicherweise, worüber ich sehr froh war. Anschließend machte ich mich im Internet auf die Suche nach weiteren Argumenten, teils gemäß  aktuellem Stand (2016), die Themen wie: "Kommunikation zwischen Bakterien und humanen Zellen" sowie "Informationsspeicherung durch Bakterien" betreffend, die wiederum seine vorgebrachten Gegenargumente bedienen könnten. Die Gegenargumente des Blogautors sind im Text kursiv hellgrau mit-eingeflochten. Sein bereits erstest resultiert jedoch aus einer fehl interpretierten Annahme seinerseits, also auf einem simplen Missverständnis. Er ging fälschlicherweise davon aus, ich würde behapten, Bakterien des Mikrobioms seien im Stande, die DNS ihres Wirtes einzubauen. Nach meinem Richtigstellen erfolgte keine Reaktion. Hiernach bat ich ihn, meinen beiden Kommentare wieder zu löschen, weil ich ihm gegenüber nicht belehrend rüber kommen möchte mit den vielen Linkhinweisen, die ich zusammen getragen hatte.

Sein Missverständnis hatte jedoch etwas Gutes. Ich ging der Frage nach, was aber, wenn es doch Bakterien gebe, die die DNS von Eukaryoten integrieren könnten. Nur so hatte mich das interessiert. Und ich fand zumindest hier schon erwähnenswert das Acinetobacter baylyi, das mit dieser Fähigkeit vor Jahren schon Schlagzeilen machte... Später mehr dazu mit Linkhinweis.


Auf jeden von mir verwendeten Link im folgenden Text bezogen gilt: Mit dem Anführen der Links ist keine gleichzeitige Bestätigung
meiner Hypothese vonseiten der Autor/innen impliziert. Die Inhalte und Aussagen zog ich innerhalb meines Nachforschens und meines Zusammentragens von m.E. guten und stichhaltigen Argumenten für passend und bestätigend in Erwägung, als wissenschaftliche Erkenntniss, die meine Hypothese nach meiner Einschätzung gut stützen dürften.

Teil 1 (inhaltlich zum Original ein klein wenig geändert bzw. korrigiert)

Vielen Dank für diese gute ausführliche Antwort von Ihnen. Die Kernaussagen haben Sie treffend zusammen gefasst, bis auf eine Ausnahme, wo ich ein Missverständnis entdeckte, wofür aber ich selbst wegen zu knapper Beschreibung verantwortlich sein könnte. Den Punkt müsste ich auch im eBook nach-korrigieren, sei es doch ein wesentlicher. Sie haben sich vermutlich ausschließlich am Klappentext orientiert? Darin, im kurzen Zusammenfassen, war ich noch nie gut *lach.

Während ich mich inhaltlich mit Ihren einzelnen Gegenargumenten, um die ich ja ausdrücklich bat, seit Stunden – aber begeistert – befasse und sie mit neu gefundenen, d.h. teils aktuell, teils erst jüngst (Stand 07.2016) veröffentlichten Argumenten vergleiche (denn mein Buchentwurf ist schon Jahre her), also während der vergangenen Tage und Nächte sehr sehr viele Berichte und Diplomarbeiten durchgegangen bin, fielen mir insbesondere ein paar Beiträge auf, auf die ich aufmerksam machen möchte, bezogen auf den dort beschrieben angenommenen “Kommunikationsmechanismus” in Verbindung mit miRNA. Zitat: „Es wurde vor kurzem klar, aus mehreren Studien hervor gegangen, dass Plasma auch RNA-Moleküle enthält. Forscher haben zuvor viele RNA-Moleküle, einschließlich kleiner microRNAs identifiziert, die an der Regulation der Genexpression in Zellen beteiligt sind.” Zitat-Ende (Der folgende Link führt zu einer ins Deutsche übersetzten Seite.)
Quelle: https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=en&u=http://patrik.tschud.in/%3Fp%3D1944&prev=search

Zumindest also sogar ein wesentliches Missverständnis gab es Ihrerseits, infolge von einer eher oberflächlichen Beschreibung meines Klappentextes: Zum Einen formuliere und meine ich nirgends einen Transfer von menschlicher DNS in die Bakterien und zum andern: Wenn ich "Speichern" schreibe, dann meine ich nicht alle einzelnen klitzekleinen chronologisch erfolgenden Informationsspeicherungen der Bakterien (gemäß meiner Hypothese), um diese dann quasi outgesourced auf dem Planeten verteilt zu bewahren oder zur Verfügung zu stellen, (für welche Systeme auch immer), sondern lediglich ähnlich einem Stimmungsbarometer registriert das Mikrobiom (Bauchhirn, das genau wie der Mensch über Neuronen kommuniziert; siehe: http://www.wissenschaft.de/leben-umwelt/biologie/-/journal_content/56/12054/8451313/Bakterien-kommunizieren-wie-Neuronen/ „) die über Umweltprägung und Stoffwechselaktivitäten (Hormoncocktails über hirnphysiologische und neuronale Aktivität) ausgelösten Zustände mit ihren Spitzen und Tiefen; assoziativ: wie bei der Organisation der elektromagnetischen Wellen, die bei, innerhalb oder außerhalb eines jedem Menschen ein jeweiliges ganz individuelles Muster aufweisen könnten. Jedes in einem Menschen lebende und wirkende Mikrobiom dürfte demgemäß – sehr stark theoretisierend – seinen Wirt sofort aus allen anderen wieder erkennen können. Die registrierten ausgelösten Zustände bilden ein jeweils so einzigartig Muster aus, mit dem Fingerabdruck eines Menschen vergleichbar. Was gemäß meiner Annahme von jenen Bakterienarten in uns mit entsprechender Kapazität, gespeichert wird, wäre das Profil, das sich gemäß der Kommunikationsvorgängen und innerhalb der Signalaustausche zwischen Wirt und Mikrobiom in ihrer Gesamtheit abbildet.


Der mögliche Zweck dieses generalisierten Agierens der Bakterienkonsortien könnte die Aufrechterhaltung einer Art Intuition-Systems sein, sowohl zum Wohle ihres Wirtes, denn auch zu ihrem eigenen.

Man denke hier an die Effektoren, Aktivator- oder Repressorproteine und deren Aufgabe (Schalter) und die in der Wissenschaft bisher noch ungelösten Fragen bezüglich dessen, welchem System diese Schalteraktiviät folgen mag. Gemäß meiner Hypothese richtet sich dieses jeweils danach aus, was die - der Wirt-Zelle vorstehenden an den Planeten betreffenden Informationen voll-gepackten - Bakterien (10 Bakterien kommen auf 1 Zelle) über deren Signale der menschlichen oder eukaryotischen RNA-Interferenz vorgeben.

Sie schrieben: "die den Menschen besiedelnden Bakterien nehmen nicht dessen Erbgut (=DNA) auf.”
Meine Antwort darauf: Hier liegt ein Missverständnis womöglich von mir selbst mit-verursacht vor, denn ich meine nicht, dass Bakterien die in DNA selbst, in direkter Form, sondern möglicherweise mit der DNA in Zusammenspiel stehendes, also in modifizierter Form abspeichern. Insofern, dass sie, wie gerade oben erwähnt, in Verbindung mit den Einflussfaktoren: Umwelt, Umfeld und genetischen Anlagen, lediglich die Relevanz-spezifischen Profildaten des jeweils ureigen-typischen Verhaltens, des Agierens und vor allem Reagierens ihres Wirts auf generalisierte Weise registrieren abspeichern und dieses eigene Registrieren ebenfalls wiederum abspeichern. Dass Bakterien aber direkt DNA ihres Wirtes speichern, mag, falls sie so im Buch vorkäme, wo ich wieder nachschauen müsste, eine zu voreilig gewählte Formulierung von mir gewesen sein, woraufhin Ihr Einwand korrekt sein würde. Doch ich bin fast sicher, dass diese von Ihnen unrichtig interpretierte Formulierng nirgends im Buch auftaucht.

Doch andererseits, ich bin dieser Möglichkeit, dass Bakterien (Einzeller) einen Trasfer von DNS von Eukaryoten hinbekommen können, einmal per Netzsuche nachgegangen. Ich kann nachdem ich etwas gefunden habe, jetzt nur antworten: Aber hallo, von wegen „Bakterien nehmen keine DNA auf.“ Was aber heißt dann folgendes, was ich heute Nacht gefunden habe? (Könnte meine ursprüngliche und im Buch angeblich so formulierte Annahme so gesehen dann wiederum doch nicht so ganz verkehrt sein?):  (Mittlerweile nachgeschaut: Ich erwähnte nicht jenen angeblichen Einbau der DNS...)

Folgendes zwischen den gepunkteten Linien untergebrachten Textpassagen ist zwar lange bekannt, aber es zeigt, wie unvollständig es doch ist im Hinblick auf die in einer Kopenhagener Universität gemachte Entdeckung eines Gentransfers zwischen dem Acinetobacter baylyi und der DNA eines alten Mammutknochens:
.............................................

Zitat: „Transformation Manche Bakterienarten besitzen die Fähigkeit, freie, außerhalb der Zelle vorliegende DNA in die eigene Zelle aufzunehmen. Diese Fähigkeit wird natürliche Kompetenz genannt und ist Voraussetzung für die Transformierbarkeit von Bakterien.

 Die fremde DNA wird in die DNA des aufnehmenden Bakteriums eingebaut (Rekombination) und kann nun bei Zellteilungen weitergegeben werden. Alle Tochterzellen dieses Bakteriums besitzen dadurch die neu aufgenommene DNA einschließlich der dort codierten Eigenschaften.“
http://www.onmeda.de/krankheitserreger/bakteriengenetik-parasexualitaet-2946-8.html
...
„Durch äußere Einflüsse oder auch spontan können sich DNA-Sequenzen verändern und der betroffenen bakteriellen Zelle veränderte Eigenschaften verleihen. Diese Mutationen verlaufen ungerichtet. Ob die betreffende Zelle mit einer Mutation eine neue Eigenschaft erworben hat, die ein besseres Überleben ermöglicht, wird durch Selektion entschieden.“ Auf Seite 7 hier:http://www.onmeda.de/krankheitserreger/bakteriengenetik-mutationen-2946-7.html

 
...Für die Effektoren als kleine Signalmoleküle, die an Aktivator- oder Repressorproteine binden und diese dadurch in ihrer Funktion aktivieren oder inaktivieren können, ist dies die Fähigkeit des o.g. Acinetobacter baylyi berücksichtigend, so gesehen vermutlich ein denkbar Leichtes.
.............................................


Zu dem, was Sie zu "ad 2" geschrieben haben: „es ist nicht gesagt, daß alle oder die meisten der den Menschen besiedelt habenden Bakterien überleben. Viele werden sterben, wenn ihr spezifischer, symbiontischer Lebensraum, etwa der Darm, zerfällt, viele andere fallen anderen Destruenten, etwa Fadenwürmern und anderen Bakterienfressern zum Opfer.“
Während sich eine einzelne Bakterie z. B. in nur 20 Minuten zu 40.000 teilt, diese wiederum zu 40.000 mal 40.000 und immerfort so weiter, kommen nach kurzer Zeit schon gigantische Zahlen zusammen (sofern in welchem Ausmaß es jeweils die Nische zulässt, das ist selbstredend zu berücksichtigen) und weil die von mir gemeinten Bakterien des Mikrobioms den Menschen ja nicht erst nach dessen Ableben verlassen, sondern täglich über Ausscheidungen, und ihre Informationen mitnehmen in die Welt hinaus, sich dort verteilen und Einzeller-mäßig potentiell für immer am Leben bleiben, selbst wenn viele ihrer “Klone” umkommen. Na und? Die Informationen bleiben aber doch, bzw. das Wesentliche (wofür auch immer wesentlich) bewahrt wie in einem auf dem Planeten outgesourcten Speicher. So gesehen finde ich dieses eine Gegenargument von Ihnen ausnahmsweise als ein schwaches und ein absolut nicht schlüssiges.

Die außerordentlich gute Zusammenarbeit der ca. 10.000 Arten bzw. der 100 Billionen Bakterien generiert bestimmt ein den Zweck (welchen auch immer) erfüllendes Gesamtergebnis des gesamten Systems; und einzelne Destruenten zum Opfer fallende Bakterien, auch wenn es scheinbar sehr viele werden würden, sind da im Hinblick auf oben Ausgeführtes zu vernachlässigen.

“Bei den meisten Einzellern oder Kolonien von Bakterien kann von „potenzieller Unsterblichkeit“ gesprochen werden, da sie sich unter idealen Bedingungen durch Zellteilung beliebig immer weiter vermehren” aus Wikipedia unter https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterblichkeit.

Was soviel bedeutet, dass ja infolge dessen alle relevant (wofür auch immer) von Bakterie zu Bakterie übertragenen oder ausgetauschten Informationspakete mit ihren über Jahrmillionen oder Jahrmilliarden erfahrenen Updates erhalten bleiben. Die theoretisch allererste Bakterie, die einst mit nur einer Information „begann“, hat auch damit begonnen, von Augenblick zu Augenblick Updates zu generieren. Während sie sich selbst teilt, erhält sie sich selbst am Leben, auch wenn sie stirbt. Diese in Urzeiten begonnen habende Bakterie ist so gesehen auch bis auf den heutigen Tag noch die gleiche (wenn auch nicht dieselbe) wie damals, nur Welt-erfahren geworden und bestückt mit all den hinzugewonnenen Informationen zwischen einst und heute.
Deshalb potentiell ewig lebend. Doch ohne Fremdeinfluss, wie die von Ihnen genannten, sterben sie ja nicht einmal.
Sagen Sie mir (doch entschuldigen Sie bitte: eher rhetorisch gemeint), weshalb und wofür dann Ihrer Meinung nach jene Speicher-Kapazität von der Natur eingerichtet wurde bezüglich dieser Aussage: “1 g Bakterien können eine ganze Menge von Daten speichern. Ein einziges Gramm E.coli kann theoretisch Informationen von einer Million Gigabyte aufnehmen. Zum Vergleich: Ein Gramm von dem Material deiner Festplatte schafft zu guten Zeiten ungefähr vier Gigabyte.” Quelle: http://pc.de/hardware/bakterien-darm-daten-1407
Jeder Mensch trägt zudem 2000 mal soviel an Bakterien in und auf sich.

Unter https://files.acrobat.com/a/preview/7f340d9c-29c9-40ef-a23e-ce5362cd4a6a
auf Seite 2 schreibt Dr. Gerhard Schratt:
 
“Die Erforschung dieser faszinierenden
 
Molekulklasse steht sicherlich erst am
 
Anfang. Man kann jedoch erwarten, dass
 
kunftige Ergebnisse wesentlich zu unserem
 
Verstandnis der molekularen Vorgange
 
wahrend Lernvorgangen und
 
Gedachtnisbildung beitragen. So konnten
 
miRNAs auch von klinischem Interesse
 
sein fur die Behandlung neurologischer
 
Erkrankungen, die mit Storungen der synaptischen
Ubertragung einhergehen.” Zitat-Ende

Teil 2
Auf Seite 1 schreibt er:
“Unsere neuesten Forschungsergebnisse deuten in der Tat darauf hin, dass eine ganze Gruppe neuronaler miRNAs wesentlich zur Plastizitat synaptischer Verknupfungen beitragt (Siegel et al., eingereicht). Diese Gruppe dendritischer miRNAs scheint parallel eine Vielzahl von Proteinen zu regulieren, welche die Struktur und Funktion von Synapsen beeinflussen. Beispiele sind miR-132, eine miRNA, die ahnlich wie miR-134 die Bildung zentraler Komponenten des Aktin-Mikrofilamentsystems reguliert, und miR-138,
eine miRNA, die mittels Inhibition eines Depalmitoylierungs-Enzyms die Lokalisation von Signalproteinen an der synaptischen Membran beeinflusst. Insgesamt sprechen diese Ergebnisse fur die Existenz eines Netzwerks aus dendritischen miRNAs, welches die lokale Synthese einer Reihe von Schlusselproteinen an der Synapse koordiniert und dadurch entscheidend zur synaptischen Plastizitat beitragt.“ Etwas weiter unten auf derselben Seite:
...
„die genaue Funktion der meisten dieser winzigen „RNA-Schnipsel” ist bislang jedoch unbekannt[5].“ Quelle: https://files.acrobat.com/a/preview/7f340d9c-29c9-40ef-a23e-ce5362cd4a6a
……………..
„Bakterien besitzen ähnliche, aber nicht vollkommen gleiche genetische Eigenschaften wie menschliche Zellen.“
„Dieses Prinzip der Informationscodierung ist bei den Zellen aller Lebewesen einschließlich des Menschen gleich und wird deswegen universeller Code genannt. Durch Wasserstoffbrückenbindungen lagern sich entweder die Basen Adenin und Thymin oder die Basen Cytosin und Guanin zusammen. Aus diesen Basenpaaren entsteht die typische Strickleiterstruktur der DNA.” Quelle: Seite 1 unter http://www.onmeda.de/krankheitserreger/bakteriengenetik.html

Sie schrieben in einem Antwort-Kommentare unter Ihrem Artikel: „Doch, viele miRNAs sind in der Tat extrem stark evolutiv konserviert, was auf eine wichtige gemeinsame evolutionäre Funktion in sehr unterschiedlichen Spezies schließen lässt.”
Diese Aussage sehe ich persönlich wiederum als eine meine Hypothese Teil-bestätigende.

Sie exzerpierten einen Punkt betreffend so: „Stirbt der Wirt, überleben diese Bakterien und die codierte Information bleibt erhalten“. Wenn man das Wörtchen „konservierend“ hinzufügt, passt es besser. Konservierend unter Berücksichtigung von dem, was weiter unten gesagt wird.

Informationen speichern innerhalb des Wirts heißt für mich nicht gleichzeitig „von dem Wirt“, heißt nicht etwa, dass die Bakterien jede Einzelheit z.B. beim Feiern einer Party oder beim Aufsagen eines Gedichts in der Schule wörtlich speichern würden. Das wollte ich damit so nicht ausgesagt und verstanden haben. Nicht ausschließlich so! Meine Annahme ist vielmehr diese:
Vergleichbar mit einer Art Multi-Barometer für gleichzeitig sämtlich zu erfassende Einflüsse, sei es Temperatur, Luftdruck, Viskosität und „Stimmungen und Frequenzen“ jeder Art in Bezug auf Umweltereignisse und lokale Geschehnisse..., ferner bezogen auf Stoffwechselaktivität und hirnphysiologische Vorgänge (über das limbisches System/das Ausschütten von Hormonen) ... registriert (gemäß meiner Hypothese und Annahme) das Mikrobiom (Bauchhirn/Sonnengeflecht) quasi, nicht unbedingt sämtliche im angeführten Beispiel auf der Geburtstagsfeier stattfindenden Vorgänge bis ins allerkleinste Detail, sondern nur jenes erregt seine gravierende Aufmerksamkeit (generalisierend), was einschneidend/relevant ist. Wie z.B. dass während der Geburtstagsfeier das Nachbarhaus plötzlich durch eine Gasexplosion Schock, Schreck, Angst, Verzweiflung und starke Irritation auslöst und man selbst und die Mit-Anwesenden vielleicht Schaden nehmen, oder wenn beim Gedichte-Aufsagen und dabei aus dem Fenster schauend ein Amokläufer über den Schulhof gestürmt kommt und und und … (aus der Epigenetik kennt man ja ähnliche Berichte ...Katastrophen/Kriegserlebnisse/Missbrauch...)
Die physiologischen wie auch die psychologischen Auswirkungen von gravierend einschneidenden Erlebnissen über jenen dann ins Blut ausgeschüttet gemixten Hormoncocktail bekommen die Bakterienvölker auf ihrem “Planeten” aber doch über ihr ähnlich den Neuronen praktizierend kommunikatives Verhalten mit. Sie lernen hier wieder zu ihrem über Milliarden Jahre alten Speicher Neues integrierend hinzu, viele neue Einflüsse gleichzeitig additiv-funktional berücksichtigend. Einer Art Speicher ähnelnd zum Auslösen von jeweils erforderlich oder vom Wirt benötigter Intuition. Wer sich verständlicherweise hier an dem Wörtchen „lernen“ stören mag, weil Bakterien ausschließlich gemäß Homöostase agieren bzw. reagieren würden, für den füge ich diese hoch interessante schon 2008 gewonnene Erkenntnis hinzu:
„Lernen durch Assoziation
 
Dieses Ergebnis ist unerwartet, sagt Tavazoie. "Solange Menschen das Verhalten von Bakterien studiert haben, sind sie davon ausgegangen, dass ihre Reaktion auf äußere Reize nach einem Aktions-Reaktions-Muster abläuft", erklärt er. Dieses Konzept, auch als Homöostase oder Selbstregulation bezeichnet, hat seit einem Jahrhundert vorgeherrscht, merkt er an.
 
"Wir haben entdeckt, dass Homöostase nicht die ganze Geschichte ist", fügt Tavazoie hinzu. Bakterien können lernen, in einer Weise zu reagieren, die sehr viel komplexer ist als eine simple Reaktion auf gegebene Bedingungen; sie können künftige Bedingungen antizipieren.
Es ist der erste Beleg, dass Bakterien zu "assoziativem Lernen" fähig sind, fügt Tavazoie hinzu.“
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/wissen/verhalten-bakterien-koennen-lernen/1230654.html

Über eine hingegen aktuelle Entdeckung (2016) ist hier nachzulesen: http://www.mpi-bremen.de/Wie_Bakterien_lernen_ihre_Feinde_zu_lieben.html


Um von Seiten der Mikrobiom-Bakterien seinen Wirt zum Reagieren auf Intuition anzuregen, also zwischen Mikrobiom (Bauchhirn) und menschlichem Gehirn kommunikativ zu vermitteln, braucht es im Grunde nur zwei Zustände: “ja” oder “nein”; ähnlich wie “0” oder “1” Wenn Bakterien zwar chemisch ihre Daten speichern, indem diese in Nukleotide und letztendlich DNA umgeschrieben werden, so trifft aber auch dieses zu: Bakterien kommunizieren wie Neuronen.
Zitat: „Bakterien kommunizieren wie Neuronen -
Von wegen einfach gestrickte Organismen: Bakterien pflegen komplexe soziale Beziehungen und kommunizieren aktiv miteinander. Dabei nutzen sie offenbar ähnliche Mechanismen wie die Nervenzellen im menschlich braucht es im Grunde nur zwei Zuständen Gehirn, wie Forscher nun zeigen. Sie interagieren über durch Ionenkanäle vermittelte elektrische Signale. Diese Analogie ist nicht nur erstaunlich – sie bietet womöglich auch Ansatzpunkte...“ Quelle: http://www.wissenschaft.de/leben-umwelt/biologie/-/journal_content/56/12054/8451313/Bakterien-kommunizieren-wie-Neuronen/ - Credit: Thinkstock
………………..

Sie schrieben: “DNA aufzunehmen … es brächte keinen Vorteil und würde nicht funktionieren.”

Das klingt, mit Verlaub, nach persönlichem Spekulieren. Es stellt sich die Frage nach: Vorteil für wen. Hier wird gezeigt, dass Bakterien für Forscher bezüglich ihrer bisherigen Annahmen immer mal wieder für eine Überraschung sorgen:

"Kooperation hat einen evolutionären Vorteil
Im Labor entdeckten die Forscher ein bisher unbekanntes Verhalten: Bakterien unterschiedlicher Stämme, die aufgrund fehlender Gene alleine nicht lebensfähig waren, versorgten sich gegenseitig mit Nährstoffen. Und im Vergleich mit eigenständigen Stämmen, die alle benötigten Nährstoffe selbst herstellen konnten, waren diese Lebensgemeinschaften sogar im Vorteil: Ihre Kolonien wuchsen schneller, offensichtlich profitierten sie also von der Arbeitsteilung.”
Zitat-Ende
https://detektor.fm/wissen/forschungsquartett-soziale-bakterien

In dem Artikel Die Darm-Hirn-Achse auf dieser Seite:
http://www.spektrum.de/news/die-darm-hirn-achse/1378268
führt aus: "Neuste Studien zeigen auch, dass Darmbakterien auf den Neurotransmitterspiegel Einfluss nehmen und auf diese Weise mit Neuronen kommunizieren können. Die Biologin Elaine Hsiao forscht inzwischen an der University of California in Los Angeles. Ihre neusten Daten zeigen, dass bestimmte Metaboliten die Serotoninproduktion der Zellen in der Dickdarmwand unterstützen – eine unglaubliche Entdeckung nicht zuletzt, weil bekannt ist, dass viele Antidepressiva die Menge an Serotonin und damit einen der Botenstoffe an den Verbindungen der Neuronen steigern. Die Darmzellen produzieren etwa 60 Prozent des peripheren Serotonins in Mäusen, im Menschen sogar mehr als 90 Prozent.

Wie die Gruppe vom Karolinska-Institut, fand auch Hsiao bei keimfreien Mäusen einen signifikant erniedrigten Serotoninspiegel im Blut. Dieser ließ sich durch die Übertragung von Sporen bildenden Bakterien steigern, insbesondere durch Clostridium-Keime, die kurze Fettsäureketten aufbrechen können. Wurden Mäuse mit einem natürlichen Mikrobiom im Experiment mit Antibiotika behandelt, war die Serotoninproduktion wieder verringert. "Spätestens mit diesen Experimenten wurde deutlich, dass es sich hierbei um eine Ursache-Wirkungs-Beziehung handelt",


Wenn Bakterien gemäß dem Einwand des Blogautors explizit nur nach ihrem Vorteil "fragen", wobei ich zustimme, und wenn sie nur in jenem Rahmen tätig sind, der ihnen Vorteil verschafft, dann ist gemäß dem Zitat obendrüber aus dem Rückschluss daraus zu konstatieren, dass es ihr Interagieren zwischen Mikrobiom und Hirn nicht geben würde, wenn dies kein Vorteil für sie bedeuten würde. Demzufolge bleibt nur noch die Frage: Welcher Vorteil? Nicht aber mehr ist es die Frage nach einem "ob".

Wie der Bericht in Spektrum.de zeigt, sind aber genau dieser Beantwortung und weiterer damit in Zusammenhang stehender Fragen Forscher auf der Spur. Auch dieser Frage: "Enthält unsere Haut eine individuell einmalige Zusammensetzung an Bakterienarten?" Quelle: www.nwgsg.ch/_files/Das_menschliche_Microbiom.pdf Besonders dieser Gedanke stimmt mich zuversichtlich darin, dass meine Hypothese sich früher oder später als richtig heraus stellen könnte.

Ich freue mich trotz meiner gefundenen Gegenargumente, die ich wenn auch nur subjektiv betrachtet, für schllüssig halte zu Ihren Gegenargumenten, dennoch über Korrektur und Hinweise von Ihnen, jeweils dort, wo ich mit meiner Schlussfolgerung, auch in meinem Ebook *2 - am besten beweisbar nach aktuellem Stand, falsch liege.

*1 Jedoch eine für mich bisher ungeklärte Frage in Verbindung mit der Überschrift ergab sich für mich hinsichtlich eines möglicherweise bestehenden Widerspruchs. Hier weiterlesen:
*2 Existiert ein Kommunikationssystem zwischen Mikrobiom und Rns?
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